Im Aufwind über Rotenburg
Junge Handballspielerinnen des TuS Rotenburg zu Gast bei den Segelfliegern des VfL
Ein Ausflug zum „Segelfliegen“ stellt eine sinnvolle Alternative zum Besuch der von vielen Schülern favorisierten Freizeitparks dar. Die jungen Menschen lernen dabei eine ganz andere, für viele Jugendliche bisher unbekannte Form des Fliegens kennen. Lautlos, ohne Motor, umweltfreundlich, aber dennoch modernste Technik auf höchstem Niveau und vor allem für jedermann, ob jung oder gereift, finanziell erschwinglich. Die Schüler lernen auf dem Flugplatz außerdem so ganz nebenbei ihre sozialen Kompetenzen anzuwenden, bzw. zu verbessern und gleichzeitig wird die Teamarbeit gefördert.
An einem strahlend blauen Dienstag im Wonnemonat Mai besuchte eine Gruppe von 7 Schülerinnen der Handballabteilung des TuS Rotenburg im Alter von 15 bis 17 Jahren, begleitet von einem Betreuer, die Rotenburger Segelflieger. Die erwartungsfreudigen jungen Mädchen wurden freundlich empfangen und behutsam in den Betrieb auf dem Flugplatz eingeführt. Ein doppelsitziges Segelflugzeug wurde aus der Halle geschoben und die Seilwinde zum Start auf Position gefahren. Die Aufstellung einer Startreihenfolge erübrigte sich, denn es gab genügend Teilnehmerinnen, die darauf hofften, als erste mitfliegen zu dürfen.
Der Pilot erklärte noch ausführlich die Bedeutung der Instrumente und dann kam auch schon das Kommando „ASK 21B doppelsitzig abflugbereit“. In wenigen Sekunden erreichte das schnittige Segelflugzeug eine Geschwindigkeit von 100 km/h und wurde fast senkrecht in den Himmel katapultiert. Für die am Boden stehenden jungen Damen ein Anblick, der doch einige Zweifel an ihrem Mut aufkommen ließ. Sogleich aber schnellte eine weitere Schülerin von ihrer Sitzgelegenheit auf und rief voller Begeisterung: „Ich bin die Nächste“. Die Spannung war gelöst und wich einer allgemeinen Heiterkeit.
Die Stimmung wurde schnell immer fröhlicher. Durch die einsetzende Thermik verlängerten sich die Flugzeiten von anfänglich 10 Minuten nun auf bis zu 20 Minuten. Der Windenstart ist vielen Handballsportlerinnen am eindrucksvollsten in Erinnerung geblieben. Das Beste aber war das Fliegen, darüber waren sich alle einig und dann natürlich der Ausblick von oben und die unendliche Weite des Luftraumes. Noch einmal mit einem Segelflugzeug fliegen, das wünschten sich alle Teilnehmerinnen dieser Veranstaltung.
Text: Hans-Joachim (Perry) Neupert
Foto: Norbert Neupert
